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BBC-Stipendium 2004

Heiko Lossie –
BBC-Stipendium 2004

Posted April 19th, 2004 in Stipendiaten by Reinhardt Schulz

2004 beim BBC-Nachrichtenradio 5Live

Alter: Jahrgang 1982

Hobbys: Golf (hatte mal Handicap 3), Fliegenfischen (lerne noch das Werfen), IKEA-Billy-Regale-Wettaufbauen (Kreismeister)

 

Früher:

Vogelzüchter, Sportschützen, Hobbykünstler – aber auch Kinderhospiz, Ulrich-Wickert-Interview oder Großfeuer im Altenheim: Das volle Programm der Madsack-Heimatzeitungen (HAZ/NP) war mein Start in den Journalismus. Parallel ausgedehntes Studium: Politik, Deutsche Sprachwissenschaft, Medienwissenschaft (insgesamt satte 14 Semester, Abschluss erst 2010). Während der Fußball-WM 2006 durfte ich noch einmal ran für die BBC und begleitete das Nachrichtenteam in Deutschland. Im selben Jahr machte ich auch ein paar Monate lang eine deutsche Monats-Zeitung in Polen. Die Faszination Nachrichtenfront führte mich schließlich zu dpa. Für die Agentur ging ich 2008 ein knappes Jahr als Pauschalist nach Ostfriesland, schrieb in einem kleinen Büro direkt hinterm Deich. 2008 Start als dpa-Volontär.

Heute:

Wirtschaftsredakteur für dpa in Frankfurt am Main.

Peinlichste erste Sätze:

„Echte Ostfriesen interessiert Kaffee nicht die Bohne.“ (In einem Bericht über den ostfriesischen Teekonsum)

„Als Laura zum zweiten Mal stirbt, klappt es schon besser.“ (In einem Feature über Schauspieler, die das Sterben lernen)

Was ich nicht mag: Den Pressesprecher-Satz „Auf der anderen Seite des Schreibtisches“. An meinem Schreibtisch sitzen die nicht.

Was ich mag: Den Presse-Sprecher-Satz: „Ich kann das momentan weder dementieren noch bestätigen.“

Was ich noch sagen will: Nur Mut! Auch Außenseiter haben eine Chance bei den Presse-Club-Stipendien – ich bin das beste Beispiel.

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BBC-Stipendium 2002

Larissa Scheler –
BBC-Stipendium 2002

Posted April 21st, 2002 in Stipendiaten by Reinhardt Schulz

Ich…bin ein norddeutscher „tough cookie“ mit Liebe zur britischen Insel und Leidenschaft für den Journalismus.

Und privat? Neuseeland, Laufen, Reisen, Musikkonzerte, Harley.

Stationen

1993 – 1999 Studium Politikwissenschaft an der WWU Münster & South Bank University London

1994 – 2000 Nordwest-Zeitung Oldenburg, ZDF-Auslandstudio London, dpa London, Radio Bremen Fernsehen;

2000-2002 Programm-Volontariat Hörfunk/Fernsehen beim NDR;

seit 2002 freie Mitarbeiterin NDR Fernsehen in Hannover & ARD-Zulieferung,

Seit Mai 2011 Redakteurin Redaktion NDR aktuell 21.45 h

 

Meine Zeit bei der BBC…

Journalistisch für mich die prägendsten Wochen und Monate in meinem Berufsleben: ich hatte im Vorstellungsgespräch im Presseclub Stephanie Harris (damalige Vertreterin der BBC) gegenüber den Wunsch geäußert, bei „Newsnight“ ein paar Wochen verbringen zu dürfen. Dass ich dann  3 Monate in dieser Redaktion bleiben würde, auf Dienstreise nach Berlin geschickt wurde und die gesamte Berichterstattung zur deutschen Bundestagswahl 2002 mit dem Reporter organisieren durfte, übertraf meine kühnsten Vorstellungen. Dabei war mein Einstieg in White City mir etwas peinlich und völlig unbritisch: ich kam an meinem ersten Tag zu spät! Ich hatte 20 Minuten Verspätung eingeplant, aber die „tube“ ließ an diesem ersten Tag leider 45 Minuten auf sich warten…I am so sorry! Danach ging’s im Galopp von einer Kurzeinführung zur nächsten: die Email-Adresse war eingerichtet, mir wurden Kennwörter für sämtliche Datenbanken eingerichtet, 2 Mitarbeiter standen parat, um mich in die Recherche-Werkzeuge des BBC-Intranets einzuführen. Ein paar Tage später: Schichtbeginn „on the desk“ (11 – 23 h), d.h., ich war eine von 5-6 Producern, die zusammen mit den Fach-Reportern das tagesaktuelle Geschehen redaktionell umsetzen: Studiogäste einladen, Vorgespräche führen, den Moderator mit den Kernaussagen briefen, nach Archivbildern suchen, Graphiken anschieben etc. Ein Intensiv-Kurs in Journalismus, Brainstorming und Analyse war das ! Das Zauberwort BBC öffnete viele Türen und bewegte alle Ansprechpartner vom Uno-Botschafter bis zum malaysischen Botschafter in kürzester Zeit zurückzurufen. Fazit: eine tolle, interessante Erfahrung!

 

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BBC-Stipendium 2002

Heiko Randermann –
BBC-Stipendium 2002

Posted April 19th, 2002 in Stipendiaten by Reinhardt Schulz

Beruf: Redakteur für Landespolitik bei der Neuen Presse (Hannover)
Werdegang: Im Journalismus seit 1999, bei der NP seit 2001. Davor Geschichte und Philosophie in Bielefeld und Reading (GB) studiert.

Lieblingsfilm: Inception

Roman: Die Korrekturen

3 Dinge für die einsame Insel: Papier, Bleistift, Anspitzer, das ist das Wesentliche. Der Rest muss sich vor Ort finden.

„What’s your name? High-Co?“ Meine neue Kollegin in London starrte mich etwas ungläubig an, aber jawohl, so heiße ich: Heiko. Als ich Im 2002 drei Sommermonate bei der BBC in London verbringen wollte, war ich allerdings nur kurz der Neue und fühlte mich schnell akzeptiert. „High-co, richtig? Klingt japanisch“, meinte die Kollegin und wandte sich wieder ihrer Arbeit zu.

Ich war der erste Stipendiat, der von der Sir-Hugh-Carlton-Stiftung zu einem dreimonatigen Aufenthalt bei der BBC geschickt wurde. Journalistisch steckte ich noch in den Anfängen: Drei Jahre zuvor hatte ich begonnen, für Zeitungen zu schreiben, seit 2001 war ich Volontär bei der Neuen Presse und damit Vollzeit-Journalist. Vieles war in London neu: Ich hatte noch nie beim Fernsehen gearbeitet und noch nie in so einer großen Organisation mit einer derartigen Tradition. Diese Tradition spielte im Alltag eine Rolle: So hatte die BBC Zugang zu allen Agenturen, akzeptierte aber keine Nachricht, die nicht von einem BBC-Mitarbeiter recherchiert worden war. Alles, wirklich alles, musste selber recherchiert werden.

Und deshalb war in London eben nicht alles neu und fremd: Die grundlegende Arbeit ist bei der weltumspannenden BBC genau die gleiche wie bei der Lokalzeitung. Egal wie groß die Küche ist – es wird tatsächlich überall mit Wasser gekocht.